Jugendhaus öffnet Schrittweise

Als Matthias Spilker im vergangenen Jahr Jugendleiter wurde, hatte er nicht im Traum daran gedacht, dass er einmal ein 11seitiges Dokument verfassen würde, in dem er Hygieneregeln für das Jugendhaus in der Bartholomäusstraße aufstellen würde.

Aber die gesetzlichen Regelungen von Bund, Land, Kirche und auch Arbeitsschutz, die durch den Corona-Virus beschlossen wurden, machen solch ungewohnte Tätigkeiten nötig.

Denn das Schreiben dieser Hygieneregeln hat einen positiven Hintergrund: Das Jugendhaus ist wieder geöffnet. Seit Juni ist es wieder möglich, sich in kleinen Gruppen mit bis zu zehn Teilnehmern zu treffen. Auch auf die Masken kann dabei verzichtet werden. Natürlich gelten dennoch weiterhin kleinere Einschränkungen. In kleinen Räumen, wie dem Clubraum, dürfen sich etwa nur sechs Personen aufhalten. Auch der Bewegungsraum steht zum Spielen zur Verfügung, natürlich unter den strengen Hygieneauflagen der Coronaschutzverordnung.

Leider gibt es dabei einen Hacken: Auf die Mitarbeit von ehrenamtlichen Kräften muss verzichtet werden. Allerdings werden viele der Jugendgruppen von Ehrenämtlern geleitet. Daher und auch um die gesetzliche Verantwortung, die von den Gruppenleitern getragen werden müsste, wenn sie in Corona-Zeiten das Zusammensein von Kindern und Jugendlichen organisieren, von ihnen abzuwenden, finden keine festen Gruppen bis zu den Sommerferien statt. „ Ich sehe die Notwendigkeit für die Kinder und Jugendlichen Wichlinghausens wieder mit dem Jugendhaus in Kontakt zu kommen“, schreibt Matthias Spilker. Aber bis zu den Sommerferien werden wir noch warten müssen.

Und bis dahin? Andere Gruppen können im Jugendhaus wieder zusammenkommen. Denn es gibt ja auch Erwachsenengruppen. Diese haben nun die Möglichkeit, sich zu den normalen Zeiten zu treffen und die Räume zu nutzen. „Das wir das überhaupt starten können, ist riesengroß!“ freut sich der Jugendleiter und ergänzt: „Ein erster Schritt ist gemacht. Es werden noch viele folgen!“